Dämme und Abflüsse rund um die “Wohnung” bauen

19.02.2011

Diese Nacht schliefen wir nicht so besonders gut. Der Regen prasselte auf unsere Wohnung und wir standen einige Male auf, um die möglichen Lecks zu inspizieren. Bis gegen Morgengrauen war alles ok, langsam gaben dann aber die Nähte unseres Zeltes den Widerstand gegen den Dauerregen auf.

Hätten wir doch gestern noch unser Extra-Dach über das Zelt gespannt – dann könnten wir jetzt ruhig schlafen!

Um 07:11 Uhr konsultierten wir das aktuelle Regen-Radarbild. Eine gute Idee! – Schnellstens waren wir auf den Beinen, stürzten uns in die Badehose und dann in den immer noch moderaten Regen um das zusätzliche Dach über unserem Zelt aufzustellen. Kaum war die grosse Blache provisorisch über unser Hauptzelt gelegt, öffnete Petrus alle Schleusen. Ja, es goss wie aus Küblen!!! Unsere Schaufel hatte dann auch den ersten Einsatz. – Dämme und Abflüsse mussten verhindern, dass unser Zelt innert kürzester Zeit 5 cm im Wasser stand… Dazwischen wieder das Überdach spannen und das viele Wasser am besten Ort ableiten…

Die Arbeit hatte sich gelohnt. Gegen 09:30 Uhr war alles Wasser abgewehrt. Wir konnten die grosse Überschwemmung in und um das Zelt gerade noch rechtzeitig verhindern! Es regnete bis nach dem Mittag heftig weiter, wir hatten aber ganze Arbeit geleistet und konnten den Regen unter dem trockenen Vordach geniessen.

Um 15:00 Uhr kam dann die Sonne endlich wieder heraus. Sonne und Regen gleichzeitig… Der Tag verging mit Homepage Update, Emails schreiben, lesen und spielen.

Bild: Es giesst wie aus Kübeln. Dämme und Gräben verhindern den Wassereinbruch in unser Zelt.

Heavy rain in Bright, Vic.

Water!!!

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Reise vom Lake Eildon National Park nach Bright, Vic.

18.02.2011

Hmm… Das Wetter war heute nicht so schlecht. Da wir im Lake Eildon nicht baden konnten, brachen wir unser Zelt wieder ab (mit freundlicher Unterstützung, siehe Bild) und fuhren weiter nach Nordosten. Die Strasse führte uns an zahlreichen Lookouts vorbei nach Mansfield. Dort holten wir uns die nächsten Wetterprognosen über WiFi ab. Samstag und Sonntag soll uns also das schlechte Wetter einholen… wir werden also früher oder später wieder mal im Regen stehen!

So fuhren wir weiter zum King Valley (berühmt für die guten Weine) und weiter nach Nordosten. – In der Hoffnung, einen schönen Campingplatz zu finden. Dazwischen machten wir einen Abstecher an das Powers Lookout, welches auf einem Felsen über dem King Valley liegt. Sehenswert! Wir hätten zum Felsen eine Hängebrücke gebaut – Die Australier bauten Treppen vom einem Felsen hinunter- und wieder auf den Aussichtsfelsen hinauf. Auch nicht schlecht. Vom Lookout sahen wir eine Wald-Strasse direkt ins King Valley hinunter. Diese Strasse wäre eine schöne Abkürzung…

Wir bogen also auf dem Rückweg vom Lookout zur Hauptstrasse in diese verheissungsvolle Waldstrasse ein. Ich legte den 4×4 low range gear ein und dann ging es mit dem Anhänger dieser Strasse entlang abwärts. Und was kam nach der nächsten Kurve??? Ein geschlossenes Gatter!!!!
So kam ich also heute zu meiner ersten ernsthaften Rückwärtsfahrstunde mit Anhänger. Und das Ganze natürlich rückwärts um eine Kurve und erst noch bergauf. Eine echte Herausforderung. Ich kam leicht ins Schwitzen – aber alles war nach etwa 20 Minuten geschafft und wir fuhren die reguläre Strasse zurück und wieder auf die Hauptstrasse.

Auf dem weiteren Weg nach Norden drehten wir dann wieder Richtung Alpen ab. Da wir nicht mehr so weit von Bright entfernt waren dachten wir: Wir könnten doch die Schlechtwetterfront in Bright aussitzen und dann dort fliegen…
Also ging es nach Bright ins “Outdoor Inn”. Während wir uns einrichteten, waren noch ein paar wenige Gleitschirme in der Luft, das Wetter war also heute scheinbar doch noch ganz gut zum Fliegen. Am Abend nahm dann die Bewölkung zu und es begann zu Regnen. Wir wussten ja, dass der Regen kommt, hier war er also!

Bild: Profipilot? Nein ein australischer Verwandter von Profipilot (Profipilot => siehe Tagebuch Brasilien) hilft Thomas beim Packen des Autos für die Weiterfahrt.

Parrot, Lake Eildon National Park, Vic.

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Reise vom Wilsons Promontory National Park nach Alexandra/Lake Eildon National Park

17.02.2011

Gestern hatten wir wieder einmal die Wetterprognosen studiert, es war also heute Zeit für den Aufbruch. Die Kinder der Nachbar Camper weckten uns bereits um 06:30 Uhr – An weiteren Schlaf war nicht mehr zu denken.
Wir standen also auch auf und checkten mal ganz schnell das Regen-Radarbild weil es ziemlich bewölkt war… Zum Glück gibt es im Wilsons Prom überall Telefonabdeckung – mit unserem WiFi Hotspot sind wir für kurze Wetterupdates gut ausgerüstet.

…und dann beeilten wir uns. Ein kurzes Frühstück mit Müesli und Joghurt, und dann so schnell wie möglich packen…
Wir schafften es nicht mehr ganz im Trockenen. Kaum waren wir fertig, regnete es bereits das erste Mal ziemlich heftig. Um knapp 09:00 Uhr waren wir also abfahrbereit und machten uns auf den Weg Richtung Norden an Melbourne vorbei nach Alexandra.

Unser nächstes Ziel war also Alexandra, von dort aus gab es die Möglichkeit einen weiteren Nationalpark zu besuchen. Um 14:30 Uhr kamen wir in Alexandra, holten uns Info über die Campingmöglichkeiten und suchten spontan eine Autogarage für den Ölwechsel an unserem Auto (ja, so schnell sind knapp 8000km gefahren und ein nächster Ölwechsel angesagt). Es klappte alles wie am Schnürchen, um 17:00 Uhr waren Öl und Ölfilter am Auto gewechselt, wir hatten eingekauft und ready für den Eildon National Park. Die Wolken hatten auch wieder aufgerissen und wir freuten uns auf den Lakeside Camping im Nationalpark. Der Campingplatz war leer… Wir suchten uns einen Platz ohne Bäume, die Eukalyptus-Bäume sind nämlich etwas gefählich. Es kann vorkommen, dass sie ganz unerwartet ihre Äste abwerfen. Dann möchten wir mit dem Zelt oder dem Auto nicht so gerne darunter stehen…

Leider war das Baden im See nicht möglich: Green-Blue Algae im See, Baden ungesund, resp. gesundheitsgefährdend! Die Alge kann allergische Reaktionen hervorrufen und wurde Mitte Januar im See entdeckt. Jeglicher Kontakt mit dem Wasser sollte vermieden werden – nun war auch klar, warum wir hier auf dem Campingplatz alleine waren. Dafür gab es viele Känguruhs, Kokaburras und Papageien und andere Vögel. Die Papageien und die Vögel waren denn auch sofort sehr neugierig, kaum hatten wir uns für die Nacht eingerichtet und unser Steak mit Salat auf den Tellern…

Bilder: Unterwegs nach Mansfield, ein spannender Eukalyptuswald mit Farnbäumen. Abendstimmung und ganz alleine auf dem Campingplatz im Eildon Lake National Park.

On the way to Mansfield, VIC

Lakeside Camping, Lake Eildon National Park, Vic.

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Wilsons Promontory National Park, Millers Landing und Cotters Lake

16.02.2011

Windstill und teilweise bewölkt. Zur Abwechslung besuchten wir den nördlichen Teil des Wilsons Promontory NP. Beim Millers Landing gibt es Mangroven, die am weitesten südlich gelegenden der südlichen Hemisphäre. Weiter südlich gibt es auf der Südhalbkugel keine Mangroven mehr. Das Meer war total ruhig und ohne Wind war es schon fast heiss. Ein Bad hätte uns gerade gepasst, wegen den Mangroven lässt sich aber dort schlecht baden. Über das Rocky Point Lookout gingen wir wieder zurück zum Parkplatz und fuhren zum endlosen Strand bei den Cotters Lakes. Die Cotters Lakes sahen wir aber nicht – entweder waren sie so überwachsen oder trocken…
Den Strand hatten wir für uns alleine. Wir genossen ein erfrischendes Bad in den Wellen (Achtung Strömung!), kehrten aber wegen den Stechfliegen (eine Art Bremsen?) nach dem Bad gleich wieder zurück auf den Camping.
Diese Stechfliegen hatte es übrigens an jedem Strand im Wilsons Promontory. Bei viel Wind können sie zwar nicht landen. Wenn man aber stillsteht geht es los. Und diese Stiche – die tun wirklich weh. Zum Glück sind die Viecher so langsam, dass man sie meistens vor dem Stich erwischt. Wenn es aber so viele sind, ist es nicht mehr lustig, dauernd die stechenden Biester abzuwehren.

Das Wombat war natürlich auch heute wieder auf Tour. Leider waren alle Camper anwesend und es gab keine Möglichkeit für einen Raubzug. Aber das Tierchen ist auch sonst spannend. Irgendwie sieht es für uns aus wie ein Riesen-Meerschweinchen.

Bilder: Beim “Millers Landing”, dem Strand mit den südlichsten gelegenen Mangroven der Welt. Sichtung von Emus auf dem Weg zu den Cotters Lakes.

Millers Landing, Wilson Promontory NP

Emu, Wilsons Promontory NP

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Wilsons Promontory National Park, Pillar Point und Squeaky Beach & Wombat Teil 2

15.02.2011

Letzte Nacht windete es so stark, dass es richtig rauschte in den Bämen. Es stellte sich heraus, dass unser Platz ideal war für diese Bedingungen: Der Staub der Strasse wurde in die andere Richtung geblasen und die Bäume schützten unser Zelt vor den heftigsten Böen.

Wegen des Windes entschieden wir uns für die Wanderung von Tidal River über den Pillar Point zur Squeaky Beach. Diesen Weg wanderten wir schon 2007, da es uns damals so gut gefiel, machten wir ihn heute noch einmal. Die Squeaky Beach mit den Steinformationen und dem quitschenden Sand (hoher Quartzgehalt) beeindruckte uns auch dieses Mal wieder. Wir liessen uns Zeit und genossen die Windgeschützte Seite an der Squeaky Beach.

Am Abend dann wieder das “Wombat Spotting”. Und siehe da, pünktlich vor der Dämmerung tauchte es wieder auf, wir waren gerade auf einem Camping-Platz Spaziergang. Wieder zurück bei unserer Wohnung tauchte es auf der anderen Strassenseite beim Nachbarn auf. – Und heute hatte sich das grün rot markierte Wombat die Essens-Vorratskisten des Nachbarn ausgesucht. Unser Nachbar war nicht da, also eine gute Gelegenheit. Ganz schön gerissen, dieses Tierchen…! – Wir schauten eine ganze Weile zu. Das Wombat inspizierte zuerst das Zelt von aussen und und dann… innen. Wieder draussen schnupperte es an den Vorratskisten… Ob das Wombat die Vorratskisten wohl aufmachen könnte? Es konnte! Es dauerte zwar eine Weile, doch dann war die obere Kiste heruntergestossen, der Tisch umgestossen und die untere Kiste geöffnet. Der Nachbar war natürlich immer noch nicht da, so ging Thomas hinüber und verscheuchte das Wombat fürs Erste. Thomas schloss dann die Kisten und stellte sie wieder aufeinander. Darauf stellte er dann noch einen vorhandenen Wasserkanister als zusätzliche Beschwerung.

Das Wombat frass dann etwa 15 Minuten etwas Gras auf der anderen Seite von Nachbars Zelt. Und als die Luft rein war, schlich es wieder ganz harmlos grasend zu den Vorratskisten und begann wieder daran zu rütteln… Der ganze Turm schwankte schon bald bedrohlich… Dieses Mal machte der andere Nachbar von uns dem Treiben ein Ende und verscheuchte das Wombat – für heute gab es dann auch auf und verschwand hinter unserem Zelt durch ein Loch im Dickicht.

Nun wissen wir also, dass Wombats so ziemlich alles öffnen können was Fressbares enthalten könnte. Im Park ist auch ausgeschildert, dass man Esswaren nicht in einem Zelt sondern immer im Auto aufbewahren sollte.

Bilder: Postkartenwetter an der Squeaky Beach mit Steinformationen. Das Wombat beginnt seine Tour durch den Campingplatz vor der Abenddämmerung.

Squeaky Beach, Wilsons Promontory NP, VIC

Wombat, Wilsons Promontory NP, VIC

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