Tagesausflug von Carnarvon nach Quobba Bay und Red Bluff: Einmal richtig durchgeschüttlet

25.04.2011

Fliegende Gegenstände im Auto… wie das geht? Ganz einfach: Man fahre die Strasse von Carnarvon an den Quobba Bay und dann weiter nach Red Bluff Richtung Norden. Diese Strasse war wirklich die reinste Schüttelpartie. Am Anfang ging es ja noch. Dann Wachebrettpiste, felsige und sandige Stellen und tiefe Löcher. Alles dabei. Unterhaltung im Auto nicht mehr möglich, alle Gegenstände setzen sich auf dem Boden des Autos ab, darüber kommt eine Staubschicht (sofern man keine Klimaanlage braucht und die Autofenster offen hat).

Kurz vor dem Red Bluff hatten wir dann genung von der Piste und kehrten wieder um. Und das gleiche Spiel folgte den ganzen Weg auch wieder zurück. Beim Quobba Bay und den Blowholes kehrte dann im Auto wieder gespenstische Ruhe ein. Keine herumfliegenden Gegenstände mehr und schön ruhig auf der geteerten Strasse – fast schon etwas langweilig. Wir ruinierten auf der Strasse einen der Federungs-Gummis am linken Vorderrad des Autos. Thomas wechselte diesen dann am Abend gleich aus, diese Dinger haben wir ja auf Vorrat weil die auf diesen Strassen einfach kaputt gehen.

Ach ja: Beim Quobba Bay machten wir noch einen Ausflug mit Schnorchel und Taucherbrille. Und wir staunten nicht schlecht. Nur 10 m im Wasser vom Strand entfernt schönste Korallen und Unmengen von schillerden Fischen in jeder Grösse. Wir konnten uns kaum sattsehen! Und das Riff war in einem erstaunlich guten Zustand, trotz der vielen Leute die sich dort am Wasser tummelten. Quobba Bay Schnorcheltour – kann man weiterempfehlen.

Bilder: Die wilde Küste nördlich von Carnarvon, bei den Quobba Blowholes (Hier wurden schon einige Angler von “King Waves” ins Wasser gespült und nie mehr gefunden). Etwas weiter hinten liegt die geschützte Bucht zum Schnorcheln. Kurz vor dem Red Bluff: Die Strasse soll noch schlechter werden… “Danger Road Damaged” – wir kehrten hier um. Der Red Bluff wäre übrigens schön zum Fliegen wenn der Wind stimmt (Heute war er nicht passend).

Quobba Point and Blowholes, WA

Red Bluff, WA: Danger, Road Damaged

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Kennedy Range National Park – Carnarvon

24.04.2011

Weil wir nirgens unser Auto auftanken konnten mussten wir wieder zurück nach Carnarvon. Wieder in Gascoyne Junction nahmen wir aber zuerst ein ausgiebiges Bad im Gascoyne River. Das war toll, nach zwei Tagen mit “Wassermangel” zum Waschen.

In Carnarvon war es dann kein Problem, einen Platz auf einem Camping zu bekommen. Wir rüsteten uns wieder mit Wasser und Diesel aus und fanden sogar einen Laden, der an Ostersonntag geöffnet war. Wir kauften Carnarvon Bananen (60 % der australischen Bananen stammen von hier) und sonst noch frisches Gemüse, das hier überall angebaut wird. Und dann genossen wir es, wieder eine Dusche zu haben!

Bilder: Sonnenaufgang bei Temple Gorge, Kennedy Range National Park. Ein erfrischendes Bad im Gascoyne River nach dem staubtrockenen Kennedy Range National Park.

Sunrise at Kennedy Range National Park, WA

Gascoyne River, WA

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Kennedy Range National Park

23.04.2011

Da es am Morgen etwas kühler war blieben wir etwas länger liegen. Danach machten wir eine Wanderung in den Drapers Gorge und kamen an drei mit Wasser gefüllten Pools vorbei. Eher ungewöhnlich für diese Zeit im Jahr, aber die Regenfälle waren so ergiebig dass noch etwas übrig blieb. In den Pools wimmelte es nur so von Leben: Frösche, Kaulquappen, Fische und allerlei Insekten. Und darüber kreisten schönste rote und blaue Libellen. Kleine Oasen im sonst staubtrockenen Gebiet.

Für uns gab es kein Wasser ausser das Trinkwasser, das wir in genügenden Mengen bei uns hatten. Keine Dusche. Auf dem Camping gibt es nur ein Plumpsklo. Am Nachmittag war es dann so heiss dass wir bis zum Abend Siesta machten. Mit dem Auto konnten wir nirgendwo hin, weil wir zum Tanken die ganzen 250km wieder zurück müssten. Am Abend gab es dann wieder die schönen roten Felsen in der Abendsonne und unzählige Sterne und Sternschnuppen.

Bilder: Felsformation im Drapers Gorge mit Aboriginie Symbolen – gleich daneben gab es überall Versteinerungen: Muscheln, Pflanzenwurzeln… und Lavaformationen mit verschiedenene Steinen eingeschlossen – alles Millionen von Jahren alt. Beim Wasserpool zuhinters im Drapers Gorge. Wenn es regnet, gibt es hier auch einen imposanten Wasserfall.

Rock Formation, Kennedy Range National Park, WA

Water Pool, Drapers Gorge, Kennedy Range National Park, WA

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Karfreitag: Hamelin Pool – Carnarvon – Gascoyne Junction – Kennedy Range National Park

22.04.2011

Unser auserkorener Campingplatz für heute lag im Outback im Kennedy Range National Park. Der Weg dorthin war sehr spannend und beeindruckend. Kurz nach Carnarvon zweigt die Strasse zum Nationalpark ab und führt ca. 177 km durchs Niemandsland nach Gascoyne Junction. Wir dachten, dort könnten wir dann tanken und die restlichen 60 km zu unserem Camping fahren, und dann vielleicht fliegen…

Bei Gascoyne Junction waren wir dann etwas übberrascht. Gascoyne Junction wurde im Dezember 2010 von den Jahrhundert-Überschwemmungen heimgesucht und der Gascoyne River überrollte die kleine Siedlung buchstäblich. Das Hotel und die Tankstelle sowie der Campingplatz und weitere Gebäude fielen dem Wasser zum Opfer und waren noch nicht wieder aufgebaut.
Bei der Abzweigung zum National Park standen wir dann vor unserer ersten ernsthaften Flussüberquerung machten zuerst einen “zu Fuss Test”. Das Wasser war immer noch da und es wurde fleissig an der Instandstellung der Strasse gearbeitet. Die Strasse war erst seit ca. einer Woche wieder offen! Bid zum Nationalpark gab es dann noch einmal eine Flussquerung (Lions River) und einige etwas weichere Stellen. Wir schafften aber alles und schlugen unser Zelt dann beim Temple Gorge Campingplatz auf. Auch am Nachmittag um 16 Uhr war es ca. 35 Grad warm und es wimmelte von Fliegen. Wir genossen die roten Felsen in der untergehenden Sonne und hatten wieder einmale einen fantastischen Platz für das Sternegucken (und die Fliegen waren dann auch weg und es war schön warm aber etwas windig).

Bilder: Das Hotel und die Tankstelle an der Gascoyne Junction, oder besser was noch davon noch übrig war (das Wasser des Flusses stand bis zum Dach des Hauses im Hintergrund). Die erste ernsthafte Flussüberquerung, Thomas prüfte zuvor den Wasserstand.

Flood Damage at Gascoyne Junction

Gascoyne River Crossing

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Tagesausflug von Hamelin Pool nach Shell Beach und Denham: Die westlichste Stadt Australiens

21.04.2011

Als erstes standen die Stomatolithen bei Hamelin Pool auf dem Programm. Gerade richtig! Es war nämlich gerade Ebbe und wir konnten die alten Stomatolithen wunderbar betrachten! Interessante Dinger! Ohne sie gäbe es auf unserer Erde keinen Sauerstoff. Wer mehr darüber wissen will: Wikipedia.

Also die Halbinsel (die populärste Sackgasse Australiens) für den Rest des Tages fanden wir nicht so spannend. Die Shell Beach und andere Lookouts waren zwar schön – es lag aber alles so weit auseinander und die Landschaft ist ansonsten nicht so besonders attraktiv (fast flach und nur Büsche). Wir fuhren noch bis nach Denham und tankten unser Auto wieder auf. Zum Schnorcheln oder Baden fanden wir an der Shark Bay leider keine geeigneten Strände (es gibt alles möglichen Tierchen wie Steinfische, Haie und Rochen und wenn man zum Auto aussteigt achtet man auf Schlangen)… so konnten wir als Highlight des Tages verschiedene Haie im Wasser vom Eagle Bluff Aussichtspunkt beobachten und wir kreuzten beim Cobby Point eine jagende Schlange.

Am Abend besuchten wir dann noch einmal die Stromatolithen am Hamelin Pool, dieses Mal war Flut und es war windig. Sehen konnte man von den Stromatolithen nicht mehr viel, dafür gab es einen schönen Sonnenuntergang.

Bilder: Die Stomatolithen am Hamelin Pool. An der Shell Beach – millionen von kleinen Muscheln am Strand, an manchen Stellen eine bis 18 m dicke Schicht. Die jagende Schlange direkt vor unserem Auto: Sie suchte etwas in einem Sandloch in der Strasse und streckte den Kopf jeweils 10-15cm in den Sand – Und machte keine Anstalten uns aus dem Weg zu gehen (das Auto war wohl im Sand zu “leise”). Wir nahmen sie dann zwischen die Räder um sie nicht zu überfahren, beim Rückweg war sie dann verschwunden.

Stromatolithes, Hamelin Pool, WA

Shell Beach, WA

Snake, WA

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