Letzter Tag in Derby: Vorbereitungen für die Weiterfahrt. Ready for the Gibb River Road!

15.05.2011

In nächtster Zeit werden wir wohl keine grösseren Einkaufszentren mehr zu Gesicht bekommen (ca. 800 km, ohne Abstecher in Parks und zu Bush-Campings). So deckten wir uns heute mit allen notwendigen Esswaren für mindestens 7 Tage ein. Dann checkte Thomas noch einmal alles am Auto (Reservereifen, Batterien, Öl, Bushings und alles was sonst noch Aufmerksamkeit verlangte).

Da das Wetter nicht so besonders war (bewölkt), machten wir für heute auch keine Flugversuche. Der Flughafen ist sowieso gleich in der Nähe, wir müssten mindesten 20 km Abstand einhalten was auf dem ausgetrockneten See/Sumpf nicht der Fall wäre. Also blieb Zeit, wirklich noch eimal alles für die “Gibb River Road” tauglich zu machen.

PS: Wenn der Windjana Gorge National Park morgen offen ist, wird die “Gibb River Road” wohl bald auch soweit sein. In nächtser Zeit werden wir die Website nicht aktualisieren können – Telefonabdeckung und Internet werden wir bestimmt nicht haben. Sowieso und für den Notfall haben wir jedoch immer unseren SPOT eingeschaltet. Dieser wird täglich mit dem Tracking online sein. – So können wir bestimmt nicht verloren gehen. Übrigens: Ein allfälliges SOS-Help von uns über unseren Spot ginge an eine australische Kontaktperson (Godfrey Wenness in Manilla). Er ist über ein allfälliges Notfall-Szenario informiert und würde die Hilfe für uns (an unsere Koordinaten) organisieren.

Bild: Abendstimmung an der Jetty in Derby, die Sonne versteckte sich leider hinter den Wolken.

The Jetty in Derby, WA

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Derby

14.05.2011

Immer nocht nichts neues an der “Strassenfront”. Allerdings steht auf einem Aushang, dass der Windjana Gorge National Park wahrscheinlich am 16. Mai geöffnet wird. Wir buchten uns deshalb noch einen Tag länger auf dem Camping in Derby ein. Vielleicht klappt das ja. Ansonsten kommt dann am Montag Plan B zum Zug.

In Derby gab es nicht so viel zu sehen. Das Visitor Center machte schon um 13:00 Uhr zu und die Strassenbehörde macht am Wochenende natürlich auch kein Update zum Strassenzustand (- auch sie haben ihr Weekend verdient!). Dafür war heute wieder normaler Betrieb in den Bottle Shops. Aber das Alki-Problem wurde bereits wieder sichtbar: Kaum aus dem Laden wollte mir ein mehr oder weniger schwankender Aboriginie eine mit Aboriginie Bemalung verzierte hohle Frucht verkaufen. Wohl um das Geld gleich wieder im Bottle Shop auszugeben. Ich lehnte dankend ab.

Wir besuchten noch einmal die Viehtränke und fuhren etwa 10 km in die Gibb River Road (der Teil bis zum Lennard River ist ja offen). Leider hatte es aber an dieser Strasse bis dorthin wo wir fuhren Bäume bis zum Strassenrand. Fliegen (Windenschleppen) konnten wir deshalb nicht, obwohl der Wind für einmal nicht zu stark war. Dann testeten wir noch eine Seitenstrasse, die zu einem Leuchtturm und zu einer grossen Ansammlung von Boab Trees führen soll. Diese Strasse war aber in einem so schlechten Zustand, dass wir das unserem Auto nicht zumuten wollten. Ein Abstecher an die Jetty zeigte uns die immensen Gezeitenunterschiede, die in Derby herrschen (Ebbe und Flut können bis zu 11.5 m Unterschied haben, dass ist der 2. Rang weltweit). Wir standen also mit dem Auto auf dieser Jetty und unter uns etwa 13 m tiefer das braune Meer, es war gerade Ebbe… mir wurde es fast schwindelig (auf einer Seite hat es kein Geländer, dort können die grossen Schiffe anlegen)

Zum Sonnenuntergang fuhren wir dann noch einmal zur Viehtränke. So nach unserem Ermessen würde die Sonne wohl bei der Sonnenwende im Juni genau im Fluchtpunkt der Tränke untergehen. Das wäre ein interessantes Foto… Momentan stand die Sonne bei Sonnenuntergang von uns aus gesehen leider noch etwas zu stark im Südwesten… aber trotzdem schön!

Bilder: Dir roten Schilder für die Gibb River Road sind noch zu zahlreich. Auf der Jetty bei Derby, das Wasser weit unter uns. Die längste Viehtränke (120 m) der südlichen Hemisphäre im Abendlicht.

Road Conditions, Derby, WA

The Jetty in Derby, WA

Water for the cattle, 120 m long, Derby WA

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Fahrt von Broome nach Derby

13.05.2011

Trotz der geschlossenen Strassen (Gibb River Road) und Nationalparks machten wir uns heute auf den Weg nach Derby. Da es nicht so weit war, waren wir bereits gegen Mittag dort. Bevor wir in die kleine Stadt fuhren besuchten wir den “Prison Tree”, einen uralten und riesigen Boab Tree. In diesem Baum wurden vor nicht allzu langer Zeit jeweils die Abroriginies gefangen gehalten. Der Baum war wirklich imposant und hat leider eine sehr traurige Geschichte. Gleich daneben liegt die längste Viehtränke der südlichen Hemisphäre. Sie ist stolze 120 m lang und diente in den 1930 er Jahren als Tränke für das Vieh, das nachher auf die Schiffe verladen wurde.

Nach dem Camping einrichten in Derby wollten wir noch einen Wein in einem “Bottle Shop” kaufen. Im Laden hatte es einen Aushang, dass heute bis 18:00 Uhr kein Alkohol verkauft werde. Wir verstanden nicht so ganz… der Laden war zwar offen, verkaufte aber nur Light Beer (Bier mit weniger Alkohol). Der Security Mann vor dem Laden klärte uns dann auf: An jedem Tag, an dem ein Schwarzer (Aboriginie) stirbt, respektive begraben wird, darf in Derby bis um 18:00 Uhr kein Alkohol verkauft werden. Heute war also so ein Fall.

Gegen abend machten wir uns dann zu Fuss auf zum “Dinner Tree”, einem riesigen Boab Baum am Rand der Wetlands von Derby (Wetlands = so eine Art See/Sumpf, welcher ab und zu von der Flut des Meeres und/oder vom Regen gefüllt wird). Der Baum steht an einem perfekten Ort für den Sonnenuntergang. Natürlich waren wir wieder nicht alleine dort, aber wir konnten trotzdem einen weiteren und sehr schönen Sonnenuntergang geniessen.

Nachdem es langsam dunkel wurde, wollten wir dann auf dem Heimweg zum Campingplatz noch unseren Wein posten. Wir gaben aber schnell auf und verzichteten auf unseren Wein… Vor allen Bottle Shops wo wir vorbeikamen hatte es Trauben von Aboriginies und von einigen wenigen weissen Australiern. Alle wollten Alkohol einkaufen. Richtige Schlangen von alkoholgierigen Leuten, die Securities hatten alle Hände voll zu tun. Immer nur ein paar Leute in die Läden lassen… wenn wieder einer herauskommt der Nächste. Schlimm. Die Alkohol-Probleme, vor allem ein Teil der Probleme der Aboriginies, wurden uns heute abend sehr deutlich vor Augen geführt.

Bilder: Der Prison Tree bei Derby. Sonnenuntergang beim Dinner Tree in Derby.

The Prison Tree, Derby, WA

Sunset at Dinner Tree, Derby, WA

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Broome: Baden und Relaxen… und aktuelle Strassenzustandsberichte.

12.05.2011

Nichts neues an der Strassenfront. Alles weiterhin geschlossen. Also blieben wir noch einen Tag in Broome und weihten unsere Boogie Boards an der Cable Beach ein. Das Wasser war angenehm warm (26 Grad C) und kristallklar. Keine Quallen. Die Wellen waren zwar nicht hinreissend gross, aber für den Anfang reichte es für uns Anfänger.

Am Abend kamen wir dann noch einmal an die Cable Beach für den berühmten Sonnenuntergang. Massen von Leuten fanden sich dann auch rechtzeitig ein, um das Naturschauspiel zu geniessen. Ausgerüstet mit Fotoapparaten, Champagner und BBQ Grill oder einfach so zum Geniessen. Schön wars!

Bilder: Der goldene Sonnenuntergang an der Cable Beach.

Cable Beach Sunset, Broome, WA

Cable Beach Sunset, Broome, WA

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Broome: Warten auf ein Ersatzteil für unser Auto und Reparatur

11.05.2011

Heute morgen stand fest: Das Ersatzteil kommt erst mit dem 12:30 Uhr Flug an. Also nichts mit Baden heute Nachmittag.

Wir verfeinerten deshalb am Morgen Plan B unserer Weiterreise und kamen zum Schluss: Zuerst Derby anfahren und dort noch einmal die Strassenzustände checken.

Sobald der Windjana Gorge NP und Tunnel Creek offen sind, dorthin weiterreisen (ca. 140 km auf der Gibb River Road, geteert). Und wenn die weiteren Strassen nicht offen sind fahren wir über die geteerte Strasse (Highway) weiter zu den Bungle Bungles (Purnululu NP, ist momentan auch noch geschlossen)… Wir werden sehen.

Nachmittags um 14:30 Uhr konnte Thomas dann endlich unser Auto in die Garage bringen. Gestern noch schmunzelten wir über den Anschlag im Büro derselben “you leave your car at your own risk at our carpark…”. Thomas nahm also einen Campingstuhl und sein Smartphone zum Spielen mit und setzte sich in die Nähe bis das Auto geflickt war. Für mich blieb wieder einmal viel Zeit für die Föteli und das Tagebuch.

Bilder: Ein Seeadler zieht seine Runden über dem Strand. Abendstimmung in “unserer” Bucht.

Sea Eagle, Broome, WA

Dusk, Broome, WA

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