Norseman – Kalgoorlie-Boulder

31.03.2011

Für heute gab es nur eine kurze Fahrt in die “Goldfields” Region. Hier war vor hundert Jahren der grosse Goldrausch, bevor 1918 dann die ersten grossen Goldadern für die damaligen Verhälnisse zu tief unter den Boden führten. Heute wird hier wieder Gold wie dazumal gewonnen, aber mit modernen Geräten. Schon bei der Fahrt nach Kalgoorlie-Boulder hatten wir den Eindruck, dass hier schon einmal der ganze Boden auf der Suche nach den Bodenschätzen umgegraben wurde.

Am Nachmittag machten wir einen Ausflug auf das Wasserreservoir von Kalgoorlie, welches zugleich ein Aussichtspunkt 60m über der Stadt ist. Für die Wasserversorgung der Outback-Stadt wurde Anfangs 20. Jahrhundert eine 650 km (!) lange Wasserpipeline gebaut. Diese ist immer noch in Betrieb und versorgt die Stadt mit Wasser. Wir konnten es nicht so recht glauben… 650 km Wasserpipeline…

Später testeten wir noch unser Auto auf Outback-Tauglichkeit und fuhren zum 30km entfernten Lake Perkolilly. Auf diesem See macht der ansässige Gleischirmclub jeweils Flüge von der Winde. Natürlich nur, wenn der See trocken ist und der Boden nicht zu schlammig. Der See war trocken und niemand da, allerdings war der Wind für uns heute nicht so optimal – und die Erde ist rot, unsere Schirme wären es nachher auch gewesen.

Bilder: Ein Bahnübergang in Kalgoorlie und für uns das erste Mal, dass wir bei einem Bahnübergang anhalten mussten (auch wenn nur eine Diesellok vorbeikam). Der trockene Lake Perkolilly, der Boden ist von der Sonne festgebacken und wir konnten über den ganzen See fahren (und rundherum liegen überall Autowracks, wahrscheinlich von kleinen Rennen)

Railway Crossing Kalgoorlie

Lake Perkolilly

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Die 798 km von Eucla nach Norseman und die längste gerade Strasse Australiens

30.03.2011

Die Sonne weckte uns heute 45 Min. früher als gestern – wir mussten nämlich gestern noch unsere Uhren zurückstellen.

Schon nach dem Aufstehen war bald klar, dass wir hier unser Zelt abbrechen und weiter Richtung Westen fahren. 1. : Der Wind war schon beim Aufstehen zu stark um die Nullarbor Klippen zu befliegen. 2. Ein Ameisenstaat suchte während der Nacht unser Zelt heim, überall waren die kleinen Tierchen und quartierten sich ein.

Wir nahmen also das “Ameisen Killing” in Angriff und packten unsere Sachen. Dann ging es von Eucla an diversen Roadhouses mit teurem Diesel (der Rekord war 2.04$ pro Liter) weiter nach Caiguna. Kurz nach diesem Roadhouse, wo wir noch einmal auftankten für 1.82$/lt, beginnt die längste gerade Strasse in Australien. 146.6 km ohne einen Knick – und flaches Gras- und Bushland auf beiden Seiten. Manchmal wäre ein Autopilot keine schlechte Sache.

Abends um 17:15 Uhr kamen wir dann wohlbehalten aber müde in Norseman an und kamen gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss um unsere Vorräte aufzufüllen und den Camping zu beziehen. Wir mussten heute unsere Uhren noch einmal 45 Min. zurückstellen und um 18:30 Uhr war es dunkel.

Bilder: Wir nahmen die längste gerade Strasse in Angriff – und sie war wirklich schnurgerade und etwas langweilig…

the 90 Mile straight road

the 90 Mile straight road

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Vom Nullarbor National Park (SA) über die Grenze nach West Australien – Eucla (WA)

29.03.2011

Für heute fuhren wir nur eine kurze Strecke. Wir wollten nämlich endlich die Grenze nach Westaustralien überqueren und eventuell in Eucla mit unseren Gleitschirmen die Klippe befliegen.

Unterwegs nach Westen vor der Grenze nach WA gab es dann noch einmal ein paar schöne Lookouts. Bei einem Aussichtspunkt hätten wir sogar fliegen können, obwohl der Wind noch etwas schwach war.
Aber wir wollten ja nach Eucla – dazu hatten wir gestern noch alle Früchte und Gemüse vertilgt, beim Border Village gab es wieder den Quarantäne Check (= Zwiebeln, Chnoblis etc. abgeben). Da wir aber dieses Mal nichts mehr dabei hatten, war das Passieren kein Problem. Wir quartierten uns dann in Eucla auf dem Campingplatz ein und genossen die schöne Aussicht auf das Meer und über die Ebene unterhalb der Klippe (in Eucla geht die “Klippe” etwas landeinwärts weiter, Eucla liegt am Rand des Abhanges).

Mit dem Fliegen bei Eucla wurde es dann doch nichts, die Klippe ist dort nirgends zugänglich. Wir hätten zum Fliegen also noch einmal etwa 45 km zurück über die Grenze nach SA fahren müssen, zum anderen Lookout. Das liessen wir dann aber bleiben und gingen stattdessen zum alten Telegrafenhaus in den Sanddünen und zum alten Pier am Strand.

Bilder: Morgenstimmung an unserem Bush Camping Platz im Nullarbor National Park. Die Klippe fällt hier im Nullarbor NP ca. 90 m senkrecht zum Meer ab… und sie bröckelt überall, nicht alle Lookouts waren noch offen. In Westaustralien angekommen – wir zwei beim alten Pier am Strand von Eucla (Mein Faserpelz ist Schutz vor der Sonne und vor den lästigen Bremsen).

Morning fog, Nullarbor National Park, SA

Bush Camping

the big cliff

the old pier, Eucla, WA

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Fowlers Bay – Nullarbor National Park (Bush Camping)

28.03.2011

Endlich waren wir heute auf unserer ersten Etappe der ewigen Strasse unterwegs. Unseren ersten Stop machten wir am “Head of the Australian Bight”, das ist das östliche Ende der 200 km langen Klippe der Nullarbor Querung. Der Eintritt auf die Aussichtsplattformen kostete uns zwar 10$, war aber den Preis wert. Vom “Head of the Australian Bight” kann man von Juli bis September Wale beobachten, heute soll es Delfine gehabt haben, wir sahen aber keine.

Unsere Reise ging dann weiter durch das Yalata Aboriginal Reserve, das ganze Gebiet dort ist noch mit Eukalyptuswald überwachsen. Dann kamen wir aber nach Nullarbor und in den Nullarbor National Park. Der Name macht dem Teilstück alle Ehre Nullarbor ist vom Lateinischen “Nullus Arbor” abgeleitet, was soviel heisst wie “Keine Bäume”. Flach und baumlos und mit einigen Aussichtspunkte von der imposanten Klippe…

Am Nachmittag suchten wir uns für die Nacht einen Bush-Camping Platz aus. Gerne hätten wir noch die Gleitschirm Winde ausprobiert, leider hatte es aber dort an der Strasse schon wieder zuviel Büsche und der Wind frischte um 14:00 Uhr wieder merklich auf. Unser Bushcamping war sehr abgelegen, leider hatte es ein wenig zu viele Fliegen… Bei Dunkelheit war das dann aber vorbei und wir konnten dick eingepackt den atemberaubenden Sternenhimmel mit ungetrübtem 360 Grad Rundblick geniessen. Fantastisch!

Bilder: Am “Head of the Australian Bight”. Warnschild im Nullarbor National Park und Abendstimmung beim Bush Camping.

Head of the Australian Bight

Road sign, Nullarbor National Park, SA

Bush Camping

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Noch ein zweiter Tag in Fowlers Bay, SA

27.03.2011

Letzte Nacht konnten wir kaum schlafen. Der Wind rüttelte richtig an unserem Zelt, obwohl wir den windgeschütztesten Platz auf dem Camping hatten. Wir hatten uns für zwei Nächte eingebucht und mussten wieder einmal Waschen. Am Mittag sah es dann fliegbar aus – also machten wir uns auf den Weg auf die Düne. Wunderbar… der Wind war zwar gleich an der Grenze von der Stärke her. Thomas machte sich zum Start bereit. – Aber kaum war alles im Sand und ausgebreitet zog der Wind an. Wir wurden ein wenig sandgestrahlt und mussten ohne Fliegen wieder abziehen.

Aber auf den Dünen gefiel es uns trotzdem. Ein spezieller Platz!

Bilder: Thomas auf der Düne. Leider hatte es zuviel Wind, es wäre aber definitiv ein guter Platz zu soaren.

Dunes Fowlers Bay: No flight due to strong winds

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