Buschfeuer!

04.02.2011

Da die Wetterprognose rund um uns herum nicht so toll waren, entschlossen wir uns, noch hier in Manilla zu bleiben. Der Monstersturm und Ex Tropical Cyclone Yasi verwüstete den Norden und beeinflusste unser Wetter weiter mit heissem Nordwest- bis Nordostwind. Im Süden nähert sich eine Kaltfront, welche uns aber bis jetz noch nicht erreichen konnte weil noch eine Hochdruckbrücke über uns liegt. Komplizierte Wetterverhältnisse!

Trotzdem konnten wir heute fliegen, ich musste allerdings bereits nach 15 km beim Lake Keepit landen. Gleich auf der anderen Seite der Strasse hatte es beim meinem Landeplatz vor drei Tagen gebrannt, eine ziemlich grosse Fläche war brandschwarz und verkohlt.
Ich landete also in der Nähe dieser abgebrannten Fläche bei zwei Farmen und begann meine Schirm zu packen. Plötzlich realisierte ich, dass es bei einem der Farmhäuser wieder zu brennen begann, meterhohe Flammen. Ich überlegte kurz: stehe ich auf der Windseite oder nicht? – ja, auf der sichereren Seite. Wohin renne ich, wenn der Wind wenden sollte? – zur anderen Farm, respektive zur Strasse…

So schnell hatte ich meinen Schirm schon lange nicht mehr gepackt. Ich spurtete zum nahen Farmhaus und meldete dem Farmer das neue Feuer (dieser nahm das erstaunlich gelassen…). Bei der Strasse sah ich dann, dass das Feuer auf der anderen Seite der Strasse loderte. Nach weiteren 5 Minuten war die Feuerwehr auch schon da und das Feuer wurde mit Hilfe von weiteren Passanten gelöscht.

Den Farmer fragte ich noch, wie so ein Feuer entstehen könne. – Wenn es so heiss ist, braucht es nur die gegenseitige Reibung von etwas dürrem Holz… mit etwas Wind gut möglich – und schon entsteht ein riesiges Feuer. Nicht lustig, wenn du dann gerade auf einer dürren Wiese stehst und das Feuer allenfalls auf dich zukommt.

Bild: Das Buschfeuer entfacht sich erneut, gleich in der Nähe meiner Landewiese. Zum Glück stand ich auf der Windseite.

Buschfire

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XC Camp in Manilla, 11. Tag: Abschluss des XC Camps, kein Flugtag und erster Reifenwechsel

03.02.2011

Der letzte Tag des XC Camp war nicht mehr fliegbar. TC Yasi schickte uns etwas zuviel Wind nach Manilla und verbrachten den Tag mit Posten, Faulenzen und … dem ersten Reifenwechsel.

Auf dem Weg von Manilla zurück auf die Farm fingen wir mit dem rechten Hinterreifen eine Schraube ein. Am Nachmittag merkten wir dann, dass unser Auto einen Platten hatte. Alos das erste Mal das Reserverad montieren und alles testen. Hat alles wunderbar geklappt, die Ausrüstung passt.

Bilder: Rangverkündigung zum Abschluss des XC camp. Der Reifen wurde gewechselt.

Prize Giving XC Camp Manilla

Flat Tyre

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XC Camp in Manilla, 10. Tag: Wie bringt man 5 Piloten, 1 Begleitung und 1 Fahrerin in einen Mitsubishi Pajero?

02.02.2011

Das klappt mit einem nigelnagelneuen Roofrack (Dachträger) ganz gut! Nein, nicht die Piloten aufs Dach, sondern die Gleitschirmsäcke!

Unser Dachträger hatte heute so richtig seine Einweihung. Am Vormittag sah es nicht fliegbar aus – plötzlich jedoch wurde es startbar (wieder mal nichts für mich). Die meisten Piloten hatten aber den Fahrern bereits am Vormittag abgesagt, wir auch. Und dann ging es doch noch zum Teil über hundert Kilometer Richtung Südwest.
Natalie und ich fuhren um 15:15 Uhr von der Farm ab. Eigentlich wollten wir Thomas, Markus und Xavier einsammeln. Zuerst fuhren wir zu Thomas ins Niemandsland. Dort draussen trafen wir dann auf noch mehr gestrandete Piloten und am Schluss waren dann noch vier “fremde” Piloten mit uns im Auto. Markus konnte zum Gluck mit einem anderen Team mitfahren und Xavier musste am Schluss auf einer Farm übernachten, weil er noch über einen Berg geflogen war… bis zu ihm wären wir noch einmal 2 Stunden gefahren und unser Auto war sowieso schon voll besetzt.

Nach Sonnenuntergang um 20:15 Uhr machten wir uns dann also voll beladen auf den Weg zurück nach Manilla. Und wie es so sein muss, hüpfte Minuten später ein grosses Känguruh vor unser Auto. Das Känguruh hatte Pech, wir Glück. Es knallte und das Känguruh flog in hohem Bogen davon (ich hatte etwa 80 km/h auf dem Tacho). Bremsen oder Ausweichen bringt nichts – das kann schlecht enden… Nach einer kurzen Kontrolle stellten wir fest, dass der Känguruh Grill des Autos den Schlag aufgefangen hatte, nur der linke Blinker war kaputt und musste provisorisch befestigt werden. Dann ding die Reise weiter nach Manilla, glücklicherweise ohne weitere Zwischenfälle. Der spätere Kommentar der Australier: Jeder echte Australier hat schon einmal ein Känguruh überfahren. Jetzt kann ich mich also einbürgern lassen 😉

Bilder: Unser Auto wurde kurz vor Sonnenuntergang mit Gleitschirmen und Piloten beladen. Kurz darauf hüpfte das Känguruh auf die Strasse…

Roofrack Test

5 pilots with gliders, 1 driver, 1 navigation assistant in one car

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XC Camp in Manilla, 9. Tag: Da nützt jede Kriegsbemalung nichts

01.02.2011

Xavier hatte sich für den Flugtag am Startplatz die Kriegsbemalung zugelegt. Lieber am Morgen grün auf der Nase als am Abend rot auf der Nase. Es nützte nichts, der Flugtag war nicht wirklich gut, ich wollte wegen den happigen Bedingungen am Startplatz gar
nicht erst fliegen.
Auch Thomas landete auf dem Weg nach Manilla, und so konnten wir heute endlich unseren auf Ebay gekauften, und nach langem Warten und intervenieren endlich gelieferten Dachträger montieren. Für die vielen Schrauben brauchten wir mit Hilfe von Wolfgang sicher zwei Stunden. Jetzt ist also unser Auto schon fast reisetauglich (die Kanus fehlen noch…).

Bilder: Kriegsbemalung von Xavier mit grünem Sunblocker. Unser Roofrack (Dachträger) wird gleich an Ort und Stelle bei der Anlieferung in Manilla ausgepackt und auf dem Auto montiert…

Xaviers Sunblocker Face

Roofrack Mounting

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XC Camp in Manilla, 8. Tag: Einige Piloten am Boden, andere in der Luft

31.01.2011

Wieder herrschten happige Flugbedingungen, sowohl am Start wie in der Luft. Ich konnte heute wieder nicht starten (sollte mal etwas üben).
Thomas konnte wieder wegfliegen, allerdings war der heutige Tag nicht so ergiebig – und es war wieder heiss, sehr heiss!

Bild: Schnappschuss in der Luft von Thomas, alles blau.

Blue Thermals

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